Rinderherpes: Gericht verhandelt Klagen gegen Massentötung - Nagel Landmaschinen GbR

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Rinderherpes: Gericht verhandelt Klagen gegen Massentötung

Erschienen am 03.02.2020

Drei Aachener Landwirte klagen gegen eine behördliche Anordnung, rund 680 Rinder wegen der Tierkrankheit Rinderherpes töten zu müssen. Nach dem Nachweis von Antikörpern des BVH1-Virus hatte die Städteregion die Tötung der Tiere nach der Tierseuchenverfügung angeordnet, wie das Gericht am Montag in dem ersten Verfahren feststellte. Von den Rindern gehe eine Ansteckungsgefahr aus, die es zu verhindern gelte, argumentierte die Städteregion.


Einer der Landwirte, dessen Herde mit rund 500 Tieren getötet werden soll, betonte, seine Rinder zeigten keine Krankheitssymptome. Er plädierte für mildere Quarantäne- und Hygienemaßnahmen sowie für eine Impfung. Die Tötung wäre trotz Entschädigung aus der Seuchenkasse existenzvernichtend.


Die Krankheitssymptome seien oft nicht erkennbar, sagte der Leiter des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut, Professor Martin Beer. Eine Impfung würde nur zu einer Verringerung des Ausbreitungsrisikos führen. Von den rund 500 Tieren seien mehr als 300 positiv. Die starke Durchseuchung berge ein hohes Risiko der Weiterverbreitung des Virus, sagte Beer.